Auf dem Atlantik wurde nach rund sieben Monaten der Indienststellung die Seewasserpumpe meines Yanmar Motors 3JH3E undicht, das Seewasser versprühte sich über den Motor und traf auch direkt auf die Lichtmaschine, ich konnte auf meiner Strecke von Grenada bis Puerto Rico wohl einige Volvo-, jedoch keine Yanmar-Vertretung finden. Eine Suche mit viel Zeit und Kosten. Oh doch, in Puerto Rico gab es einen Händler, er bekam einen Lachkrampf, als er meine 40 PS hörte und bedauerte. Erst in Fort Lauderdale gab es dann eine Vertretung, doch leider hatte meine Garantiekarte der Händler in Puerto Rico, deshalb war eine Garantieabwicklung nicht möglich, obwohl der Motor natürlich nicht älter als das Schiff sein kann. Eine neue Pumpe um 720 US-Dollar erschien mir zu teuer. Was ich da jedoch nicht wusste, es wäre für mich noch immer die billigste Lösung gewesen, diese einfach zu kaufen und auf die Garantie zu verzichten. Yanmar Europa empfahl mir den deutschen Importeur für die Abwicklung. Auch hier wurde natürlich eine Garantiekarte verlangt, eine neue Karte bekommt man nur von der Werft, später genügte auf einmal auch der Händler. In Deutschland kostete eine neue Seewasserpumpe bereits 1900 DM (nicht auf Garantie), allein die Verschleißteile beliefen sich auf 673 DM - ohne Welle und Impeller. Ursache der Undichtheit, es fehlte einfach eine wichtige Dichtung. In Mallorca hat der Yanmar-Vertreter die Reparatur verweigert, da ich die Pumpe bereits selbst ausgebaut hatte, sein Nachbar, eine Yachtservicefirma, presste die Wasserpumpenwelle (immerhin 571 DM) zu Bruch, die niemand ersetzen wollte. Eine monatelange Geschichte diese Garantieabwicklung, bei der ich Geld und Zeit verloren habe.
Noch innerhalb der Garantie meldete ich dem Yanmar Vertreter im Bereich der inneren Wasserpumpe ebenfalls eine Undichtheit. Auf die Reparatur auf Garantie habe ich dann doch verzichtet und mir damit vermutlich Ärger erspart.
Folgeschäden: Die Roststellen am Motor waren sehr mühsam zu entfernen, da Anbauteile wie z.B. Motoraufhängung demontiert werden mussten, um die Teile dementsprechend zu entrosten.
Wie erwartet, hat die Hitachi Lichtmaschine unter dem Salzwasser gelitten. Sie wurde Sept.03 um 350 € in Korfu repariert, die Leistung ist noch immer schlecht, geht über 13 Volt nicht hinaus, daher wird die Lima erneuert. Ein Folgeschaden, den mir ebenfalls niemand ersetzt. Der nächste Schaden kommt bereits auf mich zu: Bei der Motoraufhängung (unter der Wasserpumpe) löst sich durch den Rost bereits die Vulkanisierung - also erneuern. Der Ordnung halber sei aber auch gesagt, dass ich mich nicht um eine Kulanz bei der Lichtmaschine und Motoraufhängung bemüht habe.
Ich meine: Überall kann mal etwas passieren, aber hier fühle ich mich als Opfer. Eine neue Lichtmaschine um ca. 700 €, plus Rep. 350 € in Korfu, eine Motoraufhängung um ca.190 €, zusätzlich hatte ich einen Verlust bei der Garantieabwicklung, alles verbunden mit einem erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand - und nur deshalb, weil ein Wellendichtring fehlte.
Ich nehme an, dass die zweite Wasserpumpe getauscht werden muss, hier gibt es keine Einzelteile. Nicht unerheblich für rund 1.600 Betriebsstunden, die der Motor bisher gelaufen ist.
Der Motor selbst ist mit einem Verbrauch von ca.2,4 lt/Std. bei 2200 Touren sparsam, leicht, sehr laufruhig und leicht zu warten. Außerdem verlangt man kein Erstservice durch einen Vertragshändler um den Garantieanspruch nicht zu verlieren.