Das Schiff in der Praxis: In der Bucht

Schon toll dieser Tiefgang von 55cm! Man legt den Buganker bei einem Sandstrand gleich direkt in die Wiese, gelangt so in Gebiete - wie die Westküste von Long Island - die man wirklich noch für sich hat. Speziell bei Fallwinden kann man so dicht unter Land, dass oft kein Wind mehr spürbar ist.

Allerdings hatte ich zweimal Probleme mit der Ruderhydraulik. Wenn man mit dem Ruder an ein Hindernis stößt, platzt normalerweise ein Messingplättchen, das Ruderblatt klappt nach hinten, das Schiff bleibt trotzdem steuerbar. In einer Minute ist das Plättchen getauscht. Das hat es bisher sicher schon 15 Mal gegeben. In der Lagune bei Lignano (Norditalien) sind wir in der Fahrrinne bei einer Fahrt mit rund 5 Kn zweimal auf Sand aufgelaufen und - das Plättchen blieb ganz, nicht aber die Pumpe! Einmal selbst repariert, einmal zum Zulieferer direkt geschickt. Schaden rund 500€. Laut Hersteller (Firma Hydroem in Frankreich) war hier auch ein Bedienfehler die Ursache. Keine Wunder, darüber gab es keine Bedienungsanleitung. Das Kielschwert geht übrigens automatisch nach oben bei einem Hindernis, soferne man nicht den Niederholer festklemmt, die Bedienung erfolgt hier über Leinen.