Ich gebe zu - hier hatte ich meine größten Bedenken. Das Schiff ist leicht, es muss doch einfach unruhiger sein, besonders schlimm, wenn man so wie ich nicht immer seefest ist. Und dann - zu meiner Überraschung war ich über die ganze Zeit nur dreimal seekrank! Und es segelt zudem gerade bei schweren Wetter (das Schwert war zu zwei Drittel oben, das Schiff rutschte immer seitlich weg, da es keinen Widerstand im Wasser gab) relativ trocken. Unsere Bedingungen waren wirklich teils schwierig - wie etwa im Nordatlantik (44 Knoten Nähe Kap Hatteras USA, 47 Knoten bei den Azoren). Dieser Punkt geht eindeutig an ein leichtes Schiff mit einstellbarem Lateralplan.
Vor dem Wind schnell, da hier das Schwert eingezogen wird, leichtes Kreuzen wird empfohlen. Am Wind, hier gewinnt man keine Regatta, die Abdrift ist zu groß. Halber Wind schon viel besser - man holt das Schwert ebenfalls etwas ein, erhöht dadurch die Abdrift, geht somit höher an den Wind, der scheinbare Wind wird stärker, das Schiff schneller - dies gilt natürlich nicht bei jeder Windstärke.
Der leicht achterliche Wind bekommt dem Schiff am besten. Ich denke gerne daran, Berry Island nach Bimini Island, rund 94 sm in 12 Stunden bei 23 Knoten Wind - für die Cats Norsemann 43 und Nauticat 395 waren wir einfach "nicht zu biegen".
Nachteilig ist bei einem leichten Schiff natürlich, dass sich die Zuladung schnell negativ auswirkt - so etwa sind 500 Liter Wasser schon 10% des Schiffgewichtes, bei einem 10 Tonnen Schiff wären es hingegen eben nur 5 %.