Tipps und Tricks - Hochseefischen

Ist ein Thema für sich - deshalb nur kurz meine Erfahrungen. Kein Muss, aber sinnvoll ist eine steife, fixe Rute mit ca. 2,5 m Länge und eine Multirolle. Die Angelschnur sollte eine Länge von ca. 150m nicht unterschreiten und rund 40kg halten. Einige Stahlvorfächer mit Wirbeln, Bleigewichten, Haken in verschiedenen Größen und Köder sowie ein Kescher oder Fanghaken sind nötig. Als Köder haben wir erfolgreich bunte glitzernde Wabbler mit ca. 15 - 30 cm Länge verwendet, damit erreichen Sie Fische von einem halben Meter aufwärts. Bei Wabblern, an denen Chrom und Silber glänzend vorherrschen, fängt man in der Karibik Barracudas - die wir aber nicht gegessen haben, weil sie angeblich viel Quecksilber enthalten und somit nicht wirklich gesund sein können. Auf Rot und Blau gehen die Speisefische wie Goldmakrelen, Snapper oder Bonitos (mein Schiffname kommt von diesen wehrhaften Fisch). Zur Not kann man auch Gummihandschuhe aufschneiden - ja, auch das wirkt.

Am wichtigsten ist jedenfalls: Fahrt so um die 4 Knoten, Leinen-Länge um die 50 m, außerdem sollte der Köder im Idealfall ca. 2 m unter Wasser nachgeschleppt werden.

Bewährt hat sich über dem Atlantik auch eine Gasstrumpflampe, die seitlich nahe am Heckkorb geführt wird, die Fische werden durch das grelle Licht angezogen und mit einem Netz gefangen. Fies, aber es wirkt.

Über die Passatroute zwischen den Kanarischen Inseln und der Karibik kann man Fische getrost im Speiseplan einkalkulieren. Ebenso in der Karibik. Bei der Nordroute zurück nach Europa ist Angeln durch den Seetang fast nicht möglich. Im Mittelmeer ist es schon eher ein Glücksfall, welcher aber doch hin und wieder eintritt. Im Gebiet der Adria hat Angeln, wenn überhaupt, nur südlich der Insel Nis einen Sinn.

In der Praxis ist es so, dass man um den Preis der Ausrüstung, die zudem immer wieder mal verloren geht und dann ersetzt werden muss, durchaus seine Fische beim Fischer kaufen kann…