Zusätzliche Ausstattung - Windgenerator - Autohelm - Verstellpropeller

Windgenerator Air Marine 403

Lange überlegt und sich dann dafür entschieden. Eine tolle Sache bei Wind ab 13 Knoten! Wobei ein scheinbarer Wind von 13 Kn schnell erreicht ist, auch in der Adria. Es ist öfter zu beobachten, dass mein Voltmeter Ausschläge bis 15 Volt aufweist, dann gibt es aber auch den Geräuschpegel dazu. Die Rotorblätter wurden schon einmal erneuert (trotz Kulanz betrugen die Kosten ca. 96 €), diese waren an der Naben-Befestigung abgebröckelt. Meines Erachtens ist die Anschaffung nur sinnvoll verbunden mit einem Stoppschalter unter Deck (ca. 55 €) - damit man das Ding auch mal zum Schweigen bringen kann. Die weiße Lackierung beim Alugehäuse blättert rasch ab. Ich empfehle bei Salzwassereinsatz Kunststoffbeschichtung der Rotornabe um Korrosion zu vermeiden. Meiner Meinung nach ist es sinnvoller, eine stärkere Lichtmaschine zu installieren, zum Anschaffungspreis müssen auch die Kosten für Nirohalterohr und Sicherungskasten (30 Amp.) addiert werden.

Allerdings gibt es jetzt eine neue Ausführung mit der gleichen Optik, aber mit moderner Ladetechnik und mehr Leistung, einfach nachfragen unter www.windpower.de

Autohelm ST 6000:

Im Cockpit eine Dridata Anzeige für Geschwindigkeit, Tiefe, Trip, Tagestrip, Wassertemperatur, weiters eine Windmessanlage sowie der Bedienteil der Selbststeuerung. Eine gute Sache und absolut ausreichend.

Mitten im Nordatlantik - wo sonst - fiel die Selbststeuerung (von der Werft montiert) aus. Das bedeutete: Drei Wochen ans Ruder gehen, Tag und Nacht! Keine Hilfe auf den Azoren oder in Portugals größter Marina. In meiner Verzweiflung habe ich den österreichischen Gebietshändler, die Firma Werner Ober in Lustenau angerufen, obwohl ich diese Geräte nicht dort gekauft habe. Mit viel Geduld und viel Erfahrung (danke!) gab es Anleitungen zu einer Fehlerbehebung von DI Ober. Leider ohne Erfolg; dann der Rat, es in Gibraltar bei Marina Shepard zu versuchen. Dieses Service war perfekt, dort gibt's wirklich einen Spezialisten. Der Steuerungscomputer war defekt, sofortiger Austausch auf Garantie. Alles ruck-zuck. Ein Dankeschön an die Firma Ober an dieser Stelle.

Als wirkliche Notwendigkeit erweist sich immer mehr das Radar, die Gefahr mit einem ,großen Bruder´ Kontakt zu bekommen, wird immer größer. Tagelang war es diesig auf der Liner-Route zwischen NY und den Azoren, und dann sind sie auf einmal da - die Riesen (wie z.B. in Südspanien, wo uns ein Frachtschiff ohne Lichter im Abstand von nur 20 m passierte. Seither ist für mich eines klar: Fahrten - auch bei noch so guter Sicht bei Nacht - nur mehr mit Radar!

Verzichten würde ich in Zukunft auf den Kartenplotter unter Deck, die Anschaffung sowie Steckmodule sind für einen Blauwassersegler, welcher immer neue Gebiete aufsucht, meiner Meinung nach einfach zu teuer. Zu überlegen sind mobile Kartenplotter mit GPS, die an der Steuersäule befestigt werden und nur einen 12 Volt-Steckeranschluss benötigen. Sie sind preiswert. Besonders zu empfehlen sind jene, die nicht mit Modulen, sondern mit CDs arbeiten.

Verstellpropeller

Ich entschied mich für einen dreiflügeligen Max Prop. mit 16 Zoll. Der Erfolg war sicht- und auch hörbar. Jetzt habe ich eine Marschdrehzahl um die 2000 Touren, das Schiff läuft damit 6 bis 6,5 Knoten, und vor allem ruhig. Die Höchstdrehzahl liegt jetzt bei 3.400 Touren. Diesem Prop. ist es egal ob die Maschine rechts oder links dreht, das Schiff vorwärts oder rückwärts geht. Die Steigung ist beliebig einstellbar. Wichtig ist für mich auch, dass sich das Schiff jetzt besser rückwärts steuern lässt. Muss auch während der Saison mit der Fettpresse geschmiert werden.