Zusätzliche Ausstattung - Wassermacher - Toilette - Kühlschrank

Wassermacher

Für mich eine Wunschausrüstung - die ich im Endeffekt jedoch nicht benötigte. Da mir für meine Ovni 36 der Tank mit 220 Litern zu gering erschien, orderte ich einen um 100 Liter größeren und - aus "Sicherheitsgründen" - eben auch einen Wassermacher. Bestellt wurde dieser bei der Werft zum Preis von rund 3.500 € (inkl. Einbau), bei 12,5 lt-Leistung in der Stunde. Meine bisher längste Fahrt dauerte drei Wochen, mein Tank war bei fünf Personen dafür ausreichend, erstaunlicherweise fasst mein Tank allerdings 440lt. statt der bestellten 320lt. Bei einem kleinen Tank wäre so ein Gerät sicher notwendig. Zumal es manchmal zwar Wasser gibt, jedoch in bedenklicher Qualität.

In der Praxis muss so eine Anlage zumindest alle drei Tage benützt werden, um sich die Reinigung bzw. Konservierung zu ersparen. Von einigen Anwendern wird die Anlage einfach mit Süßwasser rückgespült.

Toilette

Ich habe mich, da ich keinen Ärger mehr mit den herkömmlichen Toiletten haben wollte, für eine Vakuum Toilette Lavac "Zenith" entschlossen. Keinen kleinen Hebel mehr umlegen, keine "nassen Hände" beim Pumpen, keine Ventile usw. wie bei vielen anderen Yacht-WCs.

Man macht den Deckel zu, betätigt den Hebel einer Henderson-Bilgepumpe (rund 10mal), nun schließt der Deckel luftdicht, ein Vakuum entsteht, frisches Wasser fließt so nach. Man würde sich nur einen durchsichtigen Deckel oder ein Sichtfenster wünschen. Empfehlenswert trotz des höheren Preises von rund 300 € - schon dadurch, weil es hier kaum Verstopfungen geben wird.

Kühlschrank

Wenn möglich, montieren Sie das Kühlaggregat unbedingt so, dass es mit dem Keilriemen des Motors angetrieben wird. Das Resultat ist eine erstaunliche Leistung. In 20 Minuten entsteht Eis. Bei meinem Schiff war diese Lösung platztechnisch jedoch nicht möglich.

Eine weitere Möglichkeit - ein luftgekühlter, elektrisch betriebener Kompressor. Zu bedenken hier - dieser gibt mittels Lüfter die Abwärme zumeist in die Kabine ab. Bei Hitze ist das unerträglich.

Ich habe mich für einen seewassergekühlten Kompressor entschieden, was jedoch auch nicht die ideale Lösung ist. Denn: steigt die Wassertemperatur auf mehr als 25 Grad, erhöht sich die Einschaltdauer, der Stromverbrauch steigt. Auch hier kommt es - wenn auch zu einer geringeren - Abwärme, es gibt jedoch kein Gebläse. Zu bedenken: zusätzlicher Borddurchbruch für das Kühlwasser, ein Seewasserfilter, der gewartet werden muss, und ein um ein Drittel höherer Preis. Allerdings habe ich in Verbindung mit einem Kältespeicher, wenn gewünscht, sogar Eis und insgesamt doch einen geringeren Strombedarf. Ein Plus ist auch der Kundendienst - bei meinem Danfoss-Kompressor hatte ich eine kleine Störung, die Behebung in Italien war überhaupt kein Problem.