Diese Art von Beiboot wird immer mehr durch Schlauchboote verdrängt, dabei haben sie durchaus Vorteile. Sie lassen sich leicht an der Reling stauen, sind schnell aufgebaut, nicht schwerer als Schlauchboote, lassen sich motorisieren und auch segeln, sind zumeist unempfindlich gegenüber scharfen Kanten oder Steinen, haben oft eine längere Lebensdauer und sind sicherer vor Diebstahl. Nachteile gibt es aber auch. Man kommt schwerer vom Wasser ins Boot, durch den fehlenden Auftrieb wird wohl noch das Boot, jedoch nicht mehr die Besatzung getragen. Ist es voll mit Wasser kentert es leichter beim Einsteigen.
Ich habe unterwegs verschiedene Konstruktionen gesehen, mit Alu, Holz oder Kunststoff. Hier wäre ich für Infos dankbar, da ich mir wieder so ein Beiboot zulegen werde.
Mehr als neun Jahre hatte ich ein "Banana" Beiboot aus Vollkunststoff der Firma Tribell, Deutschland in Verwendung. Aus Holz waren nur die Sitzbänke. Leicht aufzubauen, unempfindlich, leicht zu reinigen und zu rudern. Es gab nie eine Reparatur, die Holzteile waren mitunter zu streichen, das war schon alles an Pflege. Unter der mittleren Holzsitzbank klemmte ich einen Kugelfender, damit wölbten sich die Seitenwände und der Boden nicht mehr so stark nach innen und das Boot bekam auch zusätzlichen Auftrieb.
Für Fernfahrten empfehle ich ein Beiboot zwischen 2,80 m und 3,40 m, der Schlauchdurchmesser sollte nicht weniger als 42 cm betragen. Ein fester Kiel aus Alu oder GFK ist ideal, aber damit ist man bereits bei 45 kg oder mehr. Sehr beliebt und äußerst robust sind die "Carib" Schlauchboote mit GFK-Boden (in St Maartens, Karibik, im Jahr 2001 waren sie für 1.200 USD bei 2,80 m Länge erhältlich). Für den Motor würde ich zumindest 8 PS empfehlen. Seitdem wir nachts in der Karibik mit unserem Beiboot von einem Motorboot gerammt wurden, führen wir Seitenlichter, die aufgeklebt wurden. Das beruhigt ungemein.