UKW Seefunk
Ich verwende bereits seit drei Jahren eine GMDSS Anlage von Simrad RS 8300. Diese Anlage hat für mich den Vorteil, dass ich wählen konnte zwischen Atis (Binnenfunk) und US-Kanälen (einige Arbeitskanäle sind anders). Man sieht nur an der Wand den Hörer (Bedienteil) und die Auflage dazu, die Blackbox können Sie einige Meter entfernt versteckt einbauen. Sobald man die Sprechtaste drückt, gibt man eine Kennung mit den wichtigsten Schiffsdaten ab und, wenn mit dem GPS verbunden (ein serieller Anschluss), auch die Position. Das funktioniert sowohl an der Schiffsschleuse der Rhone als auch in der Karibik bei der US Coast Guard perfekt.
Der Verkäufer programmiert dieses Gerät mit Daten wie Größe, Registrierung usw, zusätzlich wird es auch bei der Post gemeldet, und es fallen damit Gebühren an.
Als ungemein wichtig empfinde ich noch ein kleines UKW Seehandfunkgerät, einmal als Beigabe zum Notpack der Rettungsinsel oder als Verständigungsmittel zwischen Schiff und Beiboot. Man wird damit man gefunden, falls der Außenborder einmal ausfällt.
Kurzwellen Transceiver
Als Blauwassersegler benötigt man einfach so ein Gerät. Um einerseits den Wetterdienst oder einfach Nachrichten von zuhause empfangen zu können. Genauso wichtig ist aber auch der Kontakt zu anderen Yachten über große Entfernungen, um Treffpunkte vereinbaren, Erfahrungen austauschen oder sich einfach nur unterhalten zu können. Zwei Geräte aus dem Amateurfunkbereich bieten sich hier an, auch deshalb, weil beide rund 100 W Sendeleistung haben und kaum größer als Autoradios sind sowie außerdem eine abnehmbare Bedieneinheit haben.
Für beide Geräte benötigt man zusätzlich ein Antennenabstimmgerät (Tuner), damit sie auf allen angebotenen Frequenzen den optimalen Empfang haben; sie sind nur so groß wie ein Schuhkarton. Dieses Gerät muss nahe der Antenne montiert werden, der Abstand zum Funkgerät selbst ist auf Grund der beigestellten Kabel auf rund 6m begrenzt. Preis des Tuners: etwas weniger als 500 €.
Alinco DX 70 TH
Betriebsarten SSB, CW; AM, FM. Ist bei mir im Einsatz, einfach zu bedienen, relativ günstig mit weniger als 1.000,-- €, lässt sich jedoch nicht von außen steuern. Beispiel: Man vereinbart mit einer Funkstation wie Radio Bern Wetterberichte, Versand von E-Mails usw. Radio Bern kann nun ihr Gerät beeinflussen - genau das funktioniert hier aber nicht.
Icom 706 MK II
Etwas teuer, etwas schwieriger zu bedienen - dafür bekannter, mit schöner Frontansicht, es gibt dafür wesentlich mehr Händler weltweit. Das Gerät ist von außen steuerbar.
Natürlich kommen hier noch die Kosten eines isolierten Achterstag (bei mir waren es rund 500 €) hinzu. Eine original Glasfieberantenne mit rund 26 Fuß Länge wäre billiger, im Notfall geht auch eine Angelrute, die man zusammenschieben kann; es muss nur ein isoliertes Kupferkabel zum Top der ausgezogenen Rute führen.
Einfach ins Internet schauen, Preise und Tipps einholen, speziell die USA haben hier Angebote.
Ein Amateurfunkzeugnis ist auch notwendig und der eine oder andere hat es auch…Man kann natürlich auch warten, bis weltweites Telefonieren ohne hohe Anschaffungskosten und Gebühren möglich wird.